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Chile's Norden - wie Atacama verzaubert


Direkt von unserem Abenteuer in Bolivien, stürzten wir uns auf die Naturwunder im Norden von Chile.  Vom Bus an der Grenze eingesammelt, steigen wir schon bald in einem Ort mitten in der trockensten Wüste der Welt aus. Und zwar in einem Ort an den ich ein Stück von meinem Herz verloren habe;  San Pedro de Atacama.

 

San Pedro de Atacama

 

Die kleine Wüstengemeinde liegt, wie der Name schon ahnen lässt, mitten in der Atacamawüste - der trockensten Wüste der Welt. Generell besteht San Pedro de Atacama aus verstreuten Siedlungen, doch wir reden hier über die Oase San Pedro de Atacama, dem Zentrum. 

Nur knapp über 1900 Einwohner lassen sich hier zählen, doch um die 50.000 Touristen jährlich. 

Ich kann dazu nur sagen, dass mich die Touristenzahlen kein bisschen wundern.

 

Mit einem ganz eigenen Charme erobert San Pedro dein Herz. Talentierte Künstler und Schmuckverkäufer auf den Straßen, die dir kein bisschen aufdringlich ganz freundlich und offen ihre Arbeit zeigen möchten. Hunde die durch die Straßen streunen, sich über jede Streicheleinheit freuen die sie bekommen und einem einfach ganz viel Liebe zurück geben. Entspannte Atmosphäre egal wohin man geht, herzliche Menschen in jedem Restaurant, Souvenirshop und Hostel. Architektur im Stil der spanischen Kolonialzeit durchzieht die Oase, durch den prallen Sonnenschein perfekt in Szene gesetzt.  

 

Außerdem hat das kleine Wüstenörtchen ganz schön viele Aktivitäten zu bieten. Mein persönlicher Favorit war der Reitausflug durch die Atacama Wüste. Im Ort wurden wir direkt von unserem Guide Juan abgeholt und zu der kleinen wunderschönen Ranch gebracht, wo unsere Pferde schon bereit standen. Da Juan kein Englisch spricht, haben wir uns zu ca. 20% gebrochenem Spanisch und 80% Händen und Füßen verständigt, was den Ausflug einfach um Einiges aufregender und lustiger machte. Dazu trugen auch die beiden Hunde bei, die uns die ganzen fünf Stunden brav durch Wüste, Flüsse und steinige Abhänge begleiteten. Das ganze hatte etwas von einem Western und auch ein bisschen was von einem etwas anderem Familienausflug. Ein unbeschreibliches Abenteuer, unter der prallen Sonne durch die trockene Wüste zu reiten und  für ein paar Stunden tief in die Geschichte der Atacama hautnah zu erleben.

 

Um auf eigene Faust die Gegend um San Pedro herum etwas zu erforschen, kann man sich an jeder Ecke zu einem Spottpreis Fahrräder leihen. Besuchenswert: Valle de la Luna (Moon Valley), Valle de la muerte (Tal des Todes) und die Dünen.

 

Das berühmte Stargazing in der Atacama Wüste, angeblich ist kein anderer Ort der Welt besser geeignet um den atemberaubensten Sternenhimmel zu sehen.  Leider war es zur Zeit unseres Aufenthaltes zu bewölkt und windig, deshalb wurde uns von der Tour abgeraten (von dem Hostelinhaber selbst, der von solchen Buchungen profitiert; hier wieder die tolle Art der Chilenen).

Auch das Nachtleben kommt hier nicht zu kurz; BBQ's, gemeinsame Beerpongturniere und anschließendes Barhopping findet regelmäßig statt. Genau wie Parties in Zelten mitten in der Wüste, kilometerweit nur umgeben von Sand und wieder Sand. 


- Tips -

 

Unterkunft:                * Pangea Norte Hostel - eines der sympathischsten und familiärsten Hostel in

                                             denen ich bisher war. Super liebes Personal, Hängematten, Tischkicker, gechillte

                                             Atmosphäreund als  Bonus einen Schäferhund als Security.

 

Organisatorisches: * Für die Reittour muss man nicht unbedingt Reiten können, man sollte nur vorher
                                              Bescheid geben. Gebucht wird (günstig) direkt bei dem kleinen Shop von

                                             Atacama Horse Adventure. Schaut mal rein: 

                                    http://www.atacamahorseadventure.com/de/component/allvideoshare/video/video2

 

                                           * Transfer: Von San Pedro haben wir über unser Hostel ein Taxi nach Calama   

                                               gebucht, von wo unser (echt günstiger) Inlandsflug nach Santiago ging.

                                               Das geht alles extrem spontan, einfach einen Tag davor Bescheid geben und alles

                                               wird geregelt.

 

Foodies & Drinks:    * Cafe Peregrino - direkt am Plaza, super süßes Café mit richtig gutem Frühstück

                                               und richtig gutem Kaffee!

 

                                            * El Churruá - nach fast vier Wochen verzweifeltem Suchen nach einer guten

                                                Pizza, haben wir sie hier endlich gefunden. #sorrybutpizzaislife



 

Santiago 

 

Von der Idylle der Wüste nochmal ab in die Großstadt, drei Tage verbrachten wir am Ende unserer Reise in Santiago de Chile. Vorab kann ich sagen; Santiago ist ein Abenteuer für sich - vor allem tolle Partynächte, aber man sollte doch nicht unvorsichtig sein und am besten nachts nicht alleine irgendwo rumirren. 

Besonders aber kulturell hat die weltoffene Stadt extrem viel zu bieten. Von verschiedensten Museen, über Kunstprojekte mitten auf den Straßen, bis hin zu Renaissance geprägten Gebäuden mitten in riesigen, wunderschönen Parks.

 

Auch in Santiago ist das touristische Herz der Stadt der Plaza de Armas, mit wunderschönen Kolonialbauten und einer Palmen an denen man sich kaum satt sehen kann, dient er als super Ausgangspunkt für das Erkundschaften der Metropole.

Nicht verpassen solltest du den Mercado Central, hier erwartet dich eine Auswahl an wirklich allem was ein Herz begehrt. Tropische Früchte, frisch zubereiteter Fisch, Gewürze, kleine Ständchen mit Souvenirs und sonstiges Kleinzeug was eben so einen Markt in Südamerika ausmacht. Vor dem Markt solltest du auf jeden Fall einen frisch gegrillten Maiskolben probieren, oder Churros, oder frisch gepressten Saft, oder eine der Mais-Limonaden (extreeem süß!), oder am besten einfach Alles! 

 

Der Palacio de la Moneda, ist ein von bestimmt hundert Guards bewachtes, prunkvolles Gebäude und gleichzeitig der Präsidentenpalast Chiles. Wer eine Führung machen möchte, muss sich rechtzeitig vorher anmelden. Wenn man schonmal hier ist, sollte man auch direkt im Centro Cultural Palacio Moneda vorbeischauen. Hier gibt es moderne Kunst zu sehen, ab und an auch tolle Ausstellungen.

 

Außerdem ist der Cerro San Cristóbal ein Muss, es handelt sich um den kleinen Berg im Stadtviertel Bellavista. Zu Fuß oder mit einer Seilbahn kommt man auf die Spitze des Hügels und kann sich so auf ca. 880m Höhe einen einmaligen Ausblick über Santiago de Chile erhaschen. Es handelt sich auch um ein riesiges Naturgebiet, inklusive botanischem Garten, perfekt also um sich bei einer kleinen Wanderung vom Großstadtlärm zu erholen. Am Gipfel befindet sich die Maria Statue, das Wahrzeichen Santiagos erstreckt sich schneeweiß in die Höhe, direkt neben einer kleinen katholischen Kapelle. 

Einen Tagesausflug haben wir auch unternommen, und zwar per Bus nach Valparaiso. Hier erwartet dich eine farbenfrohe, entspannte Hafenstadt. Beeindruckende Graffitis wohin das Auge reicht, Ausblick auf den Pazifischen Ozean und viele kleine Läden mit handgefertigten Schmuckstücken. Auf jeden Fall einen Ausflug wert:

 

Andere Tagesausflüge bieten sich auch an, beispielsweise um in den Anden Ski zu fahren oder einen kurzen Abstecher nach Argentinien zu machen, leider hatten wir nichtmehr genug Zeit dafür.


- Tips -

 

Unterkunft:                * La Chimba Hostel - ein echter Backpacker Tip: günstig, riesige          

                                             Gemeinschaftsräume, Netflixraum, Pooltisch und super viele offene junge Leute

                                             die alle gemeinsam zum Barhopping gehen

 

Organisatorisches: * Tickets für den Cerro San Cristobal kann man direkt Vorort am Anfang des

                                               Hügels kaufen, je nachdem für welche Distanz (Gipfel/Botanischer Garten/ Zoo)

 

                                            *  Nach Valparaiso fahren im Stundentakt Busse, muss man nicht vorher buchen

 

                                            *  Für den Transfer zum Flughafen werden von den Hostels Sammeltaxis

                                               angeboten, sodass es für alle preisgünstiger wird

Foodies&Drinks:      * Streetfood auf dem Mercado Central

 

                                            * frische Säfte von den kleinen Läden an jeder Ecke


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